Google Earth: Film erstellen mit Ortsmarkierungen

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Sie können Google Earth nutzen, um Filme für Ihre journalistische Arbeit zu erstellen. Achten Sie dabei darauf, dass Sie Google Earth Pro installieren. Wenn Sie während der Installation nach dem Lizenzschlüssel gefragt werden, geben Sie GEPFREE ein. Google Earth Pro hat gegenüber Google Earth einige Vorteile. So können Sie Bilder auch hochauflösend herunterladen, Filme in HD exportieren sowie GIS-Daten importieren und exportieren.

Wenn Sie mit Google Earth Pro Filme produzieren, stehen Ihnen Lösungen für unterschiedliche Szenarien zur Verfügung. Angenommen, Sie wollen den künftigen Verlauf einer neuen Bundesstraße visualisieren. Für diesen Fall werden Sie den Streckenverlauf als „Pfad“ in Google Earth Pro anlegen und diesen Pfad dann abfliegen. Wollen sie hingegen einen bestimmten Ort oder ein bestimmtes Gebäude vorstellen, bietet es sich an, diesen Ort im Live-Modus zu umfliegen. Erzählen Sie hingegen eine Geschichte, die an verschiedenen Orten spielt, sollten Sie diese Orte in einem Ordner hinterlegen und dann nacheinander anfliegen.

Dabei ist der Ablauf, wie der Film entsteht, für alle Varianten derselbe: Nachdem Sie Ihr Szenario abgeflogen sind und die Tour aufgezeichnet haben, legen Sie die Parameter für Auflösung, Framerate und Komprimierungsart fest und spielen den Film schließlich über die in Google Earth Pro integrierte Rendering-Maschine (Movie-Maker) auf Ihre Festplatte. Den so erstellten Film können Sie dann noch in einem Video-Edit-Programm weiter bearbeiten. Google empfiehlt, dass Sie den fertigen Film auf YouTube veröffentlichen und ihn von dort in Ihre Website einbinden.

Film mit Ortsmarkierungen erstellen

Um den Film mit Ortsmarkierungen zu erstellen, legen Sie zuerst einen Ordner im Bereich „Orte“ (Favoriten) an. Klicken Sie dazu auf „Meine Orte“, dann mit einem Rechtsklick auf Hinzufügen/Ordner und vergeben Sie einen Namen, z. B. „London“. Achten Sie darauf, dass Ihr Ordner im weiteren Verlauf markiert bleibt. Angenommen, Sie wollen die Sehenswürdigkeiten Tower Bridge, Westminster Abbey und London Eye vorstellen. Fliegen sie dazu nach Eingabe von „Tower Bridge“ im Suchfeld oben links zur ersten Sehenswürdigkeit. Hier setzen Sie nun eine Ortsmarkierung

Google Earth: Ortsmarkierung

direkt auf die Tower Bridge. Vergeben Sie den Namen „Tower Bridge“ und bestätigen Sie mit „OK“. Dieser Ort sollte nun in Ihrem Ordner „London“ hinterlegt sein. Falls nicht: Verschieben Sie den Eintrag einfach in den Ordner „London“. Jetzt kommt ein wichtiger Aspekt: Sicherlich möchten Sie Ihre Sehenswürdigkeiten aus einer bestimmten Entfernung und einer bestimmten Perspektive präsentieren. Nutzen Sie dazu die Navigationsmöglichkeiten (Position, Höhe, Himmelsrichtung, Neigung) am rechten Rand von Google Earth Pro, um Ihr Bild optimal einzurichten. Sollten die Navigationswerkzeuge einmal nicht sichtbar sein, wählen Sie im Menü „Ansicht“ den Eintrag „Navigation anzeigen“ und dort die Option „Immer“. Rufen Sie mit einem Rechtsklick auf Ihre Ortsmarkierung „Tower Bridge“ die Option „Informationen abrufen“ auf und wählen Sie unter „Ansicht“ die Option „Aktuelle Ansicht übernehmen“. Damit stellen sicher, dass der Anflug der Tower Bridge genau in der Einstellung endet, die Sie definiert haben.

Verfahren Sie genau so mit den weiteren Orten Westminster Abbey und London Eye. Als Ergebnis sollten sie die drei Sehenswürdigkeiten in Ihrem Ordner „London“ vorfinden. Nun haben Sie zwei Möglichkeiten, eine Tour entlang der Sehenswürdigkeiten zu erstellen.

Für die erste (händische) Variante wählen Sie in der Menüleiste am oberen Rand von Google Earth Pro das fünfte Symbol von links (Tour aufzeichnen) –

Google Earth: Tour aufzeichnen

es erscheint das Aufnahme-Werkzeug unten links.

Google Earth: Aufnahmewerkzeug

Mit einem Klick auf das Aufnahmesymbol starten Sie die Aufnahme. Klicken Sie nun auf den Eintrag „Tower Bridge“ im Ordner „London“, anschließend auf „Westminster Abbey“ und auf schließlich auf „London Eye“. Stoppen Sie die Aufnahme und sichern Sie sie mit einem Klick auf das Diskettensymbol.

Google Earth: Tour speichern

Vergeben Sie einen Namen und bestätigen Sie mit „OK“. Im Bereich „Orte“ (Favoriten) entsteht ein weiterer Eintrag, dieses Mal mit einem Kamera-Symbol gekennzeichnet. Schließen Sie den Player links unten durch Klick auf das x.

Durch einen Klick auf das Symbol „Tour abspielen“

Google Earth: Tour abspielen

können Sie die Tour noch einmal abspielen.

Für die zweite (automatisierte) Variante klicken sie auf Ihren Ordner „London“ und anschließend auf das Ordner-Symbol (Tour abspielen).

Google Earth: Ordner

In dieser Variante fliegt die Kamera die in „London“ hinterlegten Orte in der festgelegten Reihenfolge ab und verharrt gleichlang an jedem Ort. Anfluggeschwindigkeit und Verweildauer können Sie festlegen, und zwar in den globalen Einstellungen von Google Earth Pro unter „Touren“.

Google Earth: Einstellungen

Die relevanten Parameter sind hier „Zeit zwischen Elementen“ und „Bei Elementen warten“.

Mit einem Klick auf das Diskettensymbol sichern sie die Tour.

Google Earth: Tour sichern

Vergeben Sie einen Namen und bestätigen Sie mit „OK“. Im Bereich „Orte“ (Favoriten) entsteht ein weiterer Eintrag, dieses Mal mit einem Kamera-Symbol gekennzeichnet. Schließen Sie den Player links unten durch Klick auf das x.

Durch einen Klick auf das Symbol „Tour abspielen“

Google Earth: Tour abspielen

können Sie die Tour noch einmal abspielen.

Im letzten Schritt legen Sie die Parameter für Auflösung, Framerate und Komprimierungsart fest und spielen den Film schließlich über die in Google Earth Pro integrierte Rendering-Maschine auf Ihre Festplatte. Wählen Sie dazu aus dem Menü „Tools“ den Eintrag „Movie Maker“. Unter „Eine gespeicherte Tour“ wählen Sie die von Ihnen gerade erstellte Tour. Entscheiden Sie sich für die gewünschte Auflösung und Framerate (FPS = frames per second). Versuchen Sie es mit der Auflösung 1280 x 720 Pixel und 25 FPS, wenn Sie den Film auf YouTube veröffentlichen wollen. Bedenken Sie: Je hochauflösender und je mehr FPS, desto länger dauert der Rendering-Vorgang und desto größer wird die Datei des Filmes. Ein paar Vergleichswerte: Ein Film mit 20 Sekunden Länge, 640 x 480 Pixel Auflösung und 10 FPS ist etwa 12 MB groß. Die gleiche Sequenz mit 640 x 480 Pixel und 25 FPS kann 72 MB groß sein. Erhöhen sie die Auflösung auf 1920 x 1080 Pixel, kann der Film 480 MB groß werden. Entsprechend heftig wird es, wenn Ihr Film ein oder zwei Minuten lang ist.

Legen Sie schließlich noch fest, unter welchem Namen und wo auf Ihrer Festplatte Sie den Film abspeichern wollen und bestätigen sie mit „Film erstellen“. Im nächsten Fenster können sie noch eine Komprimierungsart wählen, was sich ebenfalls auf Qualität und Dateigröße des Films auswirkt. Din Einstellung „Video“ führt in der Regel zu guten Ergebnissen. Unter „Bilder pro Sekunde“ sollten sie den Wert, den Sie zuvor unter FPS festgelegt haben, bestätigen.

Ihr Film wird nun gerendert. Nach Abschluss dieses Vorgangs finden Sie die Datei an dem Speicherort, den Sie zuvor ausgewählt haben. Google empfiehlt, dass Sie den Film für Ihre journalistischen Zwecke auf YouTube veröffentlichen.

Urheberrechtliche Aspekte

Wenn Sie den Film veröffentlichen, sollten Sie deutlich machen, dass Sie den Film mit Google Earth Pro hergestellt haben.

Das netzwerk medien-trainer bietet als Partner des Google News Lab Workshops zu den ‚Google-Tools für Journalisten‘ an. Informieren Sie sich.

Kontakt

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Manuela Feyder
Tel. +49.170.8146 558
E-Mail: feyder@netzwerk-medien-trainer.de

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